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Kunsthalle Hamburg, Schuljahr 2005/06

Der Hundertwasserbahnhof in Uelzen

Die SchülerInnen der Klasse 10c und des WPK Naturwissenschaften/ Kunst trafen sich um 8.45 Uhr am Braunschweiger Bahnhof. Alle waren bester Laune und auf die dreistündige Zugfahrt gut vorbereitet. In Uelzen musste man in den Zug nach Hamburg umsteigen.
Hier kann man sich den Hundertwasser-Bahnhof anschauen, den die Stadt kurz vor dem Tod des Künstlers Friedensreich Hundertwasser nach dessen Entwürfen errichten ließ. Uelzen wirbt damit, es sei einer der schönsten Bahnhöfe der Welt. Auf alle Fälle ist er ein Magnet, der viele Touristen anlockt.



Nach einer weiteren Stunde kamen wir in der Hansestadt an. Die Schüler waren sehr begeistert von dem riesigen Bahnhofsgebäude, in dem es wirklich alles gab, von Rossmann bis zur Konzertkasse. Vom Bahnhof aus konnte man schon die Kunsthalle sehen, in der wir uns die Ausstellung "Seestücke" anschauen wollten.

Einige Mädchen der Klasse 10c knüpfen erste Kontakte zu einem Hamburger Original. Hummel war Wasserträger, der Trinkwasser viele Kilometer weit schleppen musste. Diese Plastik steht zigfach in der Hamburger Innenstadt und soll diese bunter machen.



Hummel, Hummel

Die Ausstellung

Eine Führung war gebucht worden und der Leiter kam auch schon herbei und führte uns nach ganz oben, um uns auf die Ausstellung vorzubereiten. Er war super gelaunt und sehr lustig; er sprach fast wie ein Stadionsprecher. Es versprach, ein lustiger Rundgang zu werden.

In der Ausstellung schauten wir uns Bilder von Caspar David Friedrich bis Emil Nolde an. Es wurden nur Bilder von deutschen Malern ausgestellt. Er erklärte uns, dass Schiffe, Häfen und Meere ein zentrales Motiv der deutschen Malerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts waren. Fast alle Künstler haben Bilder über das Meer gemalt wie zum Beispiel Johann Christian Pahl oder Max Liebermann. Für viele weitere deutsche Maler von der Romantik bis zum Expressionismus waren diese Motive zentrale Themen ihres künstlerischen Schaffens.

Über 60 Gemälde wurden in der Ausstellung gezeigt, so sieht man das Ende einer Hochzeitsreise, Andachtsbilder und natürlich dramatische Seestürme. Die Künstler berichten in ihren Bildern über Einsamkeit in der offenen See, Schiffskatastrophen, Freizeitvergnügen am Strand oder die Politik. Wir schauten uns ein Bild an, das aussah, als sei es eine Fotografie. Das Bild hieß "Der Holländische Transportdampfer" und ist von Anton Melbye sehr detailliert gemalt worden.



Caspar David Friedrich "Das Eismeer"

Von einem Bild war ich sehr beeindruckt. Es wurde um 1823/24 gemalt. Es stellt ein Meer dar, das völlig eingefroren ist, und es geht auf dem Bild einfach nichts mehr voran. Mit diesem Bild wurde die politische Lage zu der Zeit angesprochen. In den zwanziger Jahren des 19.Jahrhunderts herrschte Stillstand in der Politik, dies entspricht der Erstarrung im Eis.
Schnell ging die Zeit vorbei. Wir bedankten uns für die Führung und versammelten uns in der Eingangshalle, wo alle einen Zettel mit Aufgaben bekamen. Nachdem die Schüler alles bearbeitet hatten, konnten wir drei Stunden nach eigenen Vorstellungen in der Hansestadt verbringen.

Caspar David Friedrich, Das Eismeer

Freizeit in der Hansestadt

Die meisten gönnten sich einen Snack bei McDonald und gingen in die Innenstadt zum Shoppen. Schließlich versammelten sich die SchülerInnen wieder vor dem Bahnhof, von dort ging es nach Hause. Nach 3 Stunden, vielen Eindrücken und Bauchschmerzen vom vielen Lachen während der Rückfahrt kamen wir wieder in Braunschweig an.

Text: Lavigna Morano, 10c
Fotos: Ulrike Schröter


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