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Patenkinder der Realschule Maschstraße

Die Realschule Maschstraße betreut schon seit einigen Jahren Patenkinder der Organisation "Plan".
Die Organisation "Plan" schickt uns einige Informationen über das Leben der Menschen in dem jeweiligen Land zu. Dagoberto de los Santos (auf dem Bild links) lebt in der Dominikanischen Republik. Er wird von uns bis zu seinem 18. Lebensjahr begleitet und unterstützt. Mit dem Erreichen der Volljährigkeit ist er auf sich allein gestellt.

Ein weiteres Patenkind, das wir betreuen, heißt Asli Yaneli Diaz Montoya (s.u.). Sie wurde am 29.12.2003 geboren, sie spricht Spanisch, gehört dem Christentum an und kommt aus Honduras. Ihr Vater, Jahrgang 1980, arbeitet als Farmer, ihre Mutter Rosa Minta, ebenfalls Jahrgang 1980, ist Hausfrau. Ihr Bruder wurde wie ihre Schwester Laura Natalia im Jahr 2001 geboren. Zurzeit geht Asli Yaneli noch nicht in die Schule.

Wir erhielten viele Informationen von Frau Frederiksen, die diese von der Organisation "Plan" zugeschickt bekommen hat. Im folgenden Text fassen wir Wichtiges des Lebens unseres Patenkindes Asli Yaneli zusammen. Es wird aus der Sicht eines Bewohners aus Honduras berichtet:

Unser Zuhause und unsere Schule

Wenn ihr durch unsere Dörfer geht, werdet ihr sehen, dass unsere Dörfer nahe an Hauptstraßen, an Flüssen und oder an Bergen gebaut werden. Unsere Türen sind immer offen, da es im Sommer sehr heiß ist. Die meisten Häuser in Masaguara sind sehr einfach gebaut. Die Dächer bestehen zumeist nur aus Wellblech oder aus Ziegeln.

Unsere Häuser haben zumeist zwei bis drei Räume für durchschnittlich sechs Bewohner. Uns stehen Holzstühle, Bänke, ein Tisch und manchmal zwei Betten zur Verfügung. Unser tägliches Essen besteht aus Reis, Bohnen, Hähnchen, Fleisch, Eiern und Kaffee. Korn-Tortillas begleiten jedes Essen. Feuerholz wird immer fürs Kochen benutzt.

An einem normalen Tag werden die Kinder um 6.00 Uhr geweckt und essen dann Frühstück. Nach dem Essen waschen sich die Kinder, putzen ihre Zähne und gehen zur Schule.

In unserem Dorf gehen die meisten Leute zu Fuß, reiten auf einem Pferd oder fahren mit dem Fahrrad. Am frühen Morgen seht ihr die Schulkinder glücklich zur Schule gehen. Die meisten Dörfer haben eine Grundschule, aber keine weiterführende Schule. Wenn die Schule beendet ist, verbringen die Schüler ihre Zeit mit dem Anfertigen von Hausaufgaben. Danach spielen die Kinder mit ihren Freunden oder sind sportlich aktiv. Das Abendessen findet meist um 18.00 Uhr statt. Anschließend treffen sich die Kinder mit ihren Freunden in der Nachbarschaft, wo sie zum Beispiel Popmusik hören.

Unser Leben in den Dörfern

Wir haben hier in Honduras zwei Jahreszeiten, die über jeweils 6 Monate andauern. Während der Regenzeit von Mai bis Oktober ist der starke Regen zwar gut für die Ernte, aber er erschwert die Fortbewegung. Ein weiteres Problem während der Regenzeit besteht darin, dass der Fluss über die Ufer tritt und den Erdboden aufweicht und die Felder völlig überflutet. Hinzu kommt noch, dass der über die Ufer getretene Fluss Moskitos anlockt. Krankheiten wie Hepatitis, Durchfall oder ein Infekt, welcher die Atemwege angreift, können verursacht werden.

Während der Trockenzeit von November bis April ist es sehr warm und trocken. Die Vegetation ist nun üppig und die Felder sind reif zur Ernte. Die meisten Männer in unserem Dorf arbeiten auf dem Feld, sie pflanzen Kaffee an, Getreide, Bohnen oder pflügen das Feld. Ein kleiner Teil baut Orangen, Reis und Gemüse an. Die Produkte werden meist auf öffentlichen Märkten verkauft.

Die meisten Frauen, die Mütter sind, verbringen ihre Zeit zu Hause. Sie passen auf die Kinder auf, kochen und machen den Haushalt. Viele Frauen arbeiten auch auf dem Land oder haben Nebenjobs. Sie bereiten Tortillas zu, die sie verkaufen oder sie handeln mit Eiern und Hähnchen, arbeiten als Hebammen oder sie verdienen extra Geld während der Zeit, in der die Kaffeebohnen gepflückt werden. Die Frauen haben eine wichtige Rolle im Dorf, sie sind die Erzieherinnen der Kinder. In unserer Region werden die Frauen gewöhnlich sehr früh verheiratet. Wegen des Lohns und der geringen Arbeitsangebote gehen mitunter beide Elternteile in eine andere Stadt in Honduras oder in die USA und hoffen auf bessere Arbeit. In der Zeit passen die Nachbarn oder die Großeltern auf die Kinder auf.

Text: Sandra Gebhardt, Franziska Thomas, 10d

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