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Preisverleihung
Denktag 2008/09 in Berlin

Als wir vor einigen Monaten anfingen, Ideen für die Gestaltung unserer Website anlässlich der Teilnahme an dem Denktag-Wettbewerb der Konrad-Adenauer-Stiftung zu sammeln, hätte wohl niemand gedacht, dass wir für unser Ergebnis ausgezeichnet werden würden.

Wir arbeiteten fleißig an unserem Wettbewerbsbeitrag, der den Titel "Letzter Ausweg - Exil" trägt und von dem Schicksal des Rabbiners Gärtner und seiner Familie zur Zeit des Nationalsozialismus handelt. Nachdem wir sogar in den Herbstferien daran weiter gewerkelt hatten und uns schließlich sicher waren, nichts mehr verbessern zu können, reichten wir unseren Beitrag am 30.10.2008 ein.

Nun war es soweit: Kurz vor den Weihnachtsferien erzählte uns Frau Ahlers-Görlach, dass wir zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen worden sind. Und das bedeutete, dass wir mindestens unter den 15 Besten waren. Voller Vorfreude fuhren wir schließlich am Donnerstag, dem 22.01.2009, um 8.01 pünktlich mit dem ICE Richtung Berlin ab. Nach nur 1 ½ Stunden erreichten wir unser Ziel. Zuerst bezogen wir unsere Zimmer und da wir noch Zeit hatten, bis das Programm in der CDU-nahen Stiftung begann, beschlossen wir spontan, das Reichstagsgebäude und anschließend das Brandenburger Tor zu besichtigen.

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Kurz nach 13.00 Uhr holten uns dann die Busse von der Jugendherberge ab und nach wenigen Minuten erreichten wir das Gebäude der Konrad-Adenauer-Stiftung. Nach einem freundlichen Empfang durch den Vorsitzenden der Akademie, Andreas Kleine-Kraneburg, und der Besprechung über den weiteren Verlauf des Nachmittags gab es erst einmal einen kleinen Imbiss. Schnell wurde uns klar, dass wir heute noch nicht erfahren würden, welchen Platz wir denn belegt hatten.

Die KAS hatte geplant, dass wir am Nachmittag einen Workshop im Anne-Frank-Zentrum durchführen würden. Wir nahmen an einer Führung teil, die uns das kurze, aber eindrucksvolle Leben der Anne Frank näher bringen sollte. Dieser genaue Einblick in das Leben dieser Jugendlichen zur Zeit des Nationalsozialismus hat viel Eindruck bei uns hinterlassen.

Um etwa 17.00 Uhr erreichten wir dann wieder die Stiftung, wo man für uns schon das Abendessen bereitgestellt hatte. Anschließend wurde die Fotoausstellung "Stumme Zeugen" von Erich Hartmann eröffnet. Danach gab es eine sehr authentische Lesung der jüdischen Autorin Ingeborg Deutschkron aus ihrem Buch "Ich trug den gelben Stern".

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Um circa 22.00 Uhr wurden wir erschöpft zu unserer Jugendherberge gefahren. Aber an Ausruhen war nicht zu denken. Wir machten noch einen kleinen Spaziergang zu McDonalds im Hauptbahnhof, wo wir den nächsten Tag planten. Schließlich, um halb zwölf, konnten wir endlich in unsere Zimmer gehen und schlafen, immerhin sollten wir am nächsten Tag schon um 9 Uhr abgeholt werden.

Frisch und erholt fanden wir uns am nächsten Morgen in der Cafeteria zum Frühstück ein. Wir waren alle sehr aufgeregt und konnten die Preisverleihung kaum erwarten. Endlich kamen die Busse und wir fuhren samt Gepäck ein letztes Mal zur Konrad-Adenauer-Stiftung.

Kaum angekommen, fing die Preisverleihung zum Glück auch gleich an. Wir saßen gespannt auf unseren Plätzen und waren jedes Mal erleichtert, wenn wir nicht aufgerufen wurden. Als schließlich die Gruppe ausgezeichnet wurde, die den 11. Platz belegte, freuten wir uns, dass wir mindestens unter den besten 10 waren. Dennoch hofften wir natürlich, dass unser Aufruf noch dauern würde. Und so ging es weiter und jedes Mal, wenn unser Name nicht fiel, wurden wir noch aufgeregter. Als der dritte Platz aufgerufen wurde, waren wir alle nicht mehr bescheiden wie sonst! Wir wollten den ersten Platz!

Leider fiel unser Name als nächster. Aber die Enttäuschung verflog schnell, als wir auf die Bühne geholt wurden und man uns unseren Preis, 2000€, überreichte. Dass wir soweit kommen würden, hätte wohl wirklich niemand gedacht. Der erste Preis ging übrigens an ein Geschwisterpaar aus Meschede, das seinen Beitrag ganz selbstständig und ohne Hilfe von Lehrern entworfen und gestaltet hatte.

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Nach der nervenaufreibenden Preisverleihung fuhren wir, weil wir noch Zeit hatten, bis unser Zug kommen würde, zum Einkaufsbummel an den Ku'damm. Nach zwei Stunden trafen wir uns wieder am Bahnhof Zoo und fuhren vom Hauptbahnhof mit dem ICE nach Hause. Diesmal in der ersten Klasse! Wir haben keinen Champagner bekommen. Trüffel auch nicht. Wir konnten es kaum erwarten, unseren Familien und Freunden von diesem erfolgreichen Ausflug zu erzählen.

Text: Rosanna Ihedioha, Max Kammerer, Kl. 10b, Schulj. 2008/09



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