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ADS

Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom

("Hanns Guck - in - die - Luft")

ADS kann man daran erkennen, dass sich die Kinder auffällig verhalten, oft unruhig sind und sich nicht konzentrieren können. Deshalb trägt die Krankheit umgangssprachlich auch den Namen "Hanns Guck - in - die- Luft". Diese Kinder leiden oft an Albträumen. Das von ADS hervorgerufene Verhalten entspricht meist nicht dem Alter des Kindes. ADS tritt nicht unbedingt phasenweise, sondern durchgängig auf.

Eine an ADS erkrankte Person kann ihre Aufmerksamkeit nicht gezielt auf eine Aufgabe richten. Nach der Geschichte im Struwwelpeter werden diese Betroffenen deshalb auch als "Hans Guck - in - die - Luft" bezeichnet. Dieser Junge ist auf dem Weg zur Schule mit seinen Gedanken ständig woanders. Erst rennt er einen Hund über den Haufen, anschließend fällt er zur Erheiterung der Fischer samt Schulmappe ins Wasser.

In der Regel sind alle Lebensabschnitte und -bereiche betroffen, sowohl die Zeit im Kindergarten und in der Schule als auch der familiäre und der Freizeitbereich. Besonders in Phasen, in denen Kinder über einen längeren Zeitraum hinweg ihre Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Gebiet ausrichten sollen, werden die Konzentrationsmängel deutlich. Dadurch kommt es bei an ADS Erkrankten auch zu mangelhaften schulischen Leistungen.

Es gibt noch die hyperaktive Variante, das ADHS (AufmerksamkeitsDefizitSyndrom mit Hyperaktivität) sowie den Mischtyp aus beiden Varianten.

Früher hieß es, dass zwei von hundert Menschen ADS haben, die Tendenz ist jedoch steigend. Derzeit geht man davon aus, dass etwa 3 bis 10% der Bevölkerung an einem ADS leiden.

ADHS, das sogenannte Zappelphillipp-Syndrom, wird schneller erkannt aufgrund der Hyperaktivität, die das Kind zeigt. Eine Hochbegabung ist durch ADS und ADHS nicht ausgeschlossen, eigentlich sogar sehr häufig.

Verschiedene Untersuchungsreihen bestätigen mittlerweile, dass beim Vorliegen eines AD(H)S die Informationsweiterleitung und -verarbeitung zwischen verschiedenen Hirnabschnitten fehlerhaft funktioniert.

Therapiert werden können ADS und ADHS durch Tabletten und verschiedene psychologische Behandlungen. Die Tabletten beinhalten meist den gleichen Wirkstoff, der auch in Ritalin enthalten ist. Dieser bewirkt, dass die Kinder "ruhiggestellt" werden und sich besser konzentrieren können. Ritalin gilt an sich als Aufputschmittel, es bewirkt bei den Erkrankten das Gegenteil.
Es wäre sinnvoll, alle drei Monate den Psychologen aufzusuchen, so dass Tests gemacht werden, die die Entwicklung überprüfen. So kann auch die Dosierung der Medikamente verbessert werden - wenn nötig.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein an ADS erkrankter Schüler, der nicht behandelt wird, schlechte Noten schreibt. Mit Medikamenten werden die Noten im Durchschnitt um zwei Noten steigen. Auch das Schriftbild verbessert sich, außerdem leiden viele Betroffene an einer Rechtschreibschwäche.

Kinder, bei denen früh ADS festgestellt wird, haben meistens keine Probleme im Umgang mit dieser Krankheit. Wenn die Krankheit erst später diagnostiziert wird, ist es meist eine große Umstellung und man braucht länger, mit dieser Krankheit zu leben. Jedoch kann man mit ADS bzw. ADHS ganz normal leben.

Sarah Piltz, 10d, Pia Palm, 10b, 16.01.2008
Bildquelle: www.Wikipedia.de

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