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Der Afghanistankrieg

Der Afghanistankrieg wird seit 2001 gegen die Taliban geführt, da es in Afghanistan sogenannte "Terroristen-Camps" gab, in denen Terroristen von den Taliban ausgebildet wurden, die zum Beispiel für den Anschlag vom 11. September 2001 auf das World Trade Center verantwortlich waren.

Die Taliban stellten lange die Regierung in Afghanistan. Sie wollen, dass jeder Mensch nach den Regeln des Korans lebt. Es war zum Beispiel verboten, Musik zu hören, fernzusehen und Kinderspielzeug zu besitzen. Wer dies trotzdem tat, wurde gefoltert oder zum Tode verurteilt. Die Frauen wurden in allen Lebensbereichen unterdrückt.

Jetzt versuchen die Taliban, die neue Regierung zu bekämpfen. Sie greifen auch die Bundeswehrtruppen an, die die Regierung von Karzai unterstützen.
Die Afghanen wollen nicht, dass die Soldaten gehen, da sonst die Taliban sofort wieder an die Macht kommen würden und jeder Bürger wieder nach den strengen Regeln des Korans leben müsste und seine Menschenrechte wieder unterdrückt werden würden.

Bundeswehrsoldaten in Afghanistan

2001 entsandte Deutschland 1200 Soldaten nach Afghanistan, 2010 sind es 5350. Da viele Soldaten nicht gut genug ausgebildet sind, wird jetzt angefangen, sie vor Ort weiter auszubilden, weil in den letzten Monaten einige Soldaten durch mangelhafte Ausbildung ums Leben gekommen sind.

Dieser Krieg ist umstritten, weil auch viele unschuldige Zivilisten gefährdet sind und verletzt werden, wie zum Beispiel am 04. September 2009, als der deutsche Kommandeur Klein in Kundus einen Luftangriff auf zwei Tanklaster anordnete. Es war bekannt, dass die Tanklaster von den Taliban entführt worden waren. Er dachte, dass sich dort keine Zivilisten befänden.

Es wurden bisher zirka 1700 Koalitionssoldaten getötet, darunter 43 Soldaten der deutschen Bundeswehr, die letzten vier sind erst vor wenigen Tagen gefallen, fünf wurden verletzt. Die Zahl der afghanischen Soldaten, Aufständischen und der zivilen Opfer liegen nicht vor.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist der Meinung, dass der Afghanistan-Einsatz sinnvoll und notwendig ist, denn die internationale Sicherheit und der weltweite Frieden werden unterstützt, und der Einsatz der Bundeswehr ist die Reaktion auf den Terror der Attentäter, die in Afghanistan ausgebildet wurden.

Oskar Lafontaine, ehemaliger Parteivorsitzender der Linken, sagt, dass man alle Truppen aus Afghanistan abziehen sollte, denn "mit Bomben schafft man keinen Frieden". Er sagte auch, dass man diesen Kampf nie gewinnen kann, weil man gegen eine Kultur kämpft.

Der US-Präsident Barack Obama vertritt die Auffassung, dass Krieg nicht gut, aber in manchen Fällen nötig und moralisch gerechtfertigt ist. Würde man gewaltfrei vorgehen, könnte man El Kaida nicht dazu bringen, ihre Waffen niederzulegen. Er führt in seiner Rede anlässlich der Preisverleihung des Friedensnobelpreises das Beispiel an, dass man Hitlers Truppen auch nicht hätte aufhalten können, wenn man gewaltfrei vorgegangen wäre.

Die SchülerInnen der 10a hatten, weil sie das Thema Bundeswehr und den Afghanistan-Krieg behandelten, den Jugendoffizier der Bundeswehr, Marcus Jänsch, eingeladen. Dieser vertrat die Meinung, dass der Einsatz sinnvoll ist, aber die Strategie, mit der die Bundeswehr vorgeht, fragwürdig und problematisch sei.

Meiner Meinung nach ist der Afghanistankrieg zwar sinnvoll und notwendig, aber ich finde, es sollten nur gut ausgebildete Soldaten ins Ausland geschickt werden. Außerdem sollten die Soldaten abgezogen werden, die bereits in Afghanistan sind, aber nur schlecht ausgebildet sind.

Quelle: wikipedia, Krieg in Afghanistan seit 2001

Text: Denise Baumann, 10a, Schulj. 2009/10



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