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DEUTSCHLAND SUCHT DEN SUPERSTAR

Verarsche oder doch wahre Talente gesucht?!

Jacqueline Beeskow, 10cDie neue Jury, Heinz Henn, Anja Lukaseder und natürlich Dieter Bohlen

Ja, Deutschland sucht den Superstar, und ich war dabei. Durch das Verlieren einer Wette musste ich mich bei DsdS bewerben. Dafür meldete ich mich bei www.rtl.de online an. Die Anmeldefrist war der 30.08.2006. Innerlich hatte ich gehofft, niemals Post von der Agentur "Grundy Light Entertainment" zu bekommen. Ungefähr einen Monat später erhielt ich einen dicken, braunen Umschlag, in dem Formulare enthalten waren. Mir wurde mitgeteilt, an welchem Tag, an welchem Ort ich mich mit meiner Nummer einzufinden hatte. Ich glaubte, mir blieb der Atem weg, aber für mich war die Sache klar: Ich gehe in diesen Raum, singe der Jury etwas vor und gehe wieder.

Ich beschreibe euch nun meinen Tag in Hamburg bei der 4. Staffel von DEUTSCHLAND SUCHT DEN SUPERSTAR!!!

Ich musste früh aufstehen. Meine Tante, meine Mutter, drei Freunde und ich, gegen die ich die Wette verloren hatte, kamen mit mir mit. Als wir in Hamburg ankamen, was relativ einfach war, weil uns unser Navigator unterstützte, mussten wir erst einmal einen passenden Parkplatz finden. Dann reihten wir uns in die noch nicht allzu lange Schlange ein.

Verbote

Irgendwie waren alle aufgeregt; ich nicht, ich musste schließlich nur meinen Wetteinsatz einlösen. Die Organisatoren begrüßten uns freundlich und teilten uns in vier Gruppen ein, in eine rote, grüne, gelbe und blaue. Danach sagte man uns noch, dass weder geraucht noch Alkohol konsumiert werden dürfe. Man durfte auch nur einmal auf die Toilette gehen. Würde man beim Rauchen oder Trinken von Alkohol erwischt werden, wäre das Casting vorbei. Dies galt auch für die Begleiter. Man musste auch seine Handys ausstellen wegen der Kameras. Es war auch untersagt, Fotos zu machen.

Wo ist Dieter Bohlen?

Im Side Hotel, wo das Casting stattfand, mussten erst einmal alle Formulare abgegeben werden. Nachdem das erledigt war, gingen wir in den Aufenthaltsraum, dort wurden wir nach unserer Zugehörigkeit zu den jeweiligen Farben aufgeteilt. Ich war im gelben Raum, aber ans Hinsetzen war gar nicht zu denken. Ich musste tatsächlich gleich als erste in den gelben Raum, natürlich waren noch vier andere in meiner Gruppe und haben mich nach oben begleitet. Die Aufregung stieg; unten saßen Hunderte von Leuten, die auch zum Vorsingen nach Hamburg gekommen waren. Ich durfte hinein und ich traute meinen Augen nicht. Nichts mit Dieter Bohlen, nein, alles Betrug! Für mich war es natürlich besser, denn für mich war es ja nur ein Wetteinsatz. Aber für die anderen zerplatzte ihr Traum.

Kurzer Auftritt

Ich ging nun in den Raum. Ich musste mich in ein Quadrat stellen, über mir ein Mikro und vor mir eine Kamera. Ich musste mich vorstellen und meine Songs präsentieren. Als ich fertig war, sagten sie mir nur, dass ich den nächsten hereinholen sollte. Es war okay.

Langes Warten

Nachdem ich mich unten mit einigen unterhalten hatte, kam ein Team von Kameramännern zu mir und fragte, ob ich nicht zwei, drei Sätze in die Kamera sprechen möchte. Diese Chance, mich noch mehr zu blamieren, ließen sich meine Freunde nicht entgehen. Sie sagten mir, was ich in die Kamera sagen sollte. Es war mir peinlich. "Hallo, ich bin Jackie, gehe in die 10. Klasse einer Realschule und denke, dass ich mit meiner Stimme Menschen ansprechen kann."

Nur neun kommen weiter

Hallo? Es war mir egal.
Nach stundenlangem Herumsitzen kam endlich die Erlösung! Auf einmal wurde es ganz ruhig. Zwei Produzenten kamen nach vorne und sagten, wie viele weiterkommen. Mir blieb die Spucke weg. Ungefähr 300 Sänger waren beim Casting und nur neun kamen weiter. Das war mir zu viel, es war einfach nicht fair. Das war ein Casting, um Sänger auszusuchen, die vor der Jury singen sollten. Das einzige, das ich hoffte, war, dass man mich nicht im Fernsehen sieht.

Wichtige Erfahrung

Ich freute mich schon sehr auf die Rückfahrt. Für mich war das eine tolle Erfahrung zu sehen, wie so ein Casting abläuft. Es hat mir gezeigt, dass ein Casting eigentlich nur Verarsche ist, jedenfalls das von "Deutschland sucht den Superstar"!
Und so eine Wette werde ich nie wieder eingehen, jedenfalls dann nicht, wenn ich weiß, dass ich verliere! =)

Text: Jacqueline Beeskow, Kl.10c, Jg.2006/07


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