« eine Seite zurück



Freiwilliges soziales Jahr

Die Suche nach einer Ausbildungsstelle ist oft schwierig, wenn das Abschlusszeugnis nicht einen Notendurchschnitt von 2,0 aufweist. Aber auch gute Schüler haben es oft nicht leicht, einen geeigneten Ausbilungsplatz zu finden. Deshalb möchten viele nach dem Verlassen der Realschule ihr Abitur machen, um größere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Andere möchten jedoch auf keinen Fall weiter zur Schule gehen. Was machen, wenn man keine geeignete Lehrstelle findet und trotzdem praktisch arbeiten möchte? Da gäbe es die Möglichkeit, ein freiwilliges soziales Jahr auszuüben.

Quelle: Deutsches Rotes Kreuz

Was ist das freiwillige soziale Jahr genau?
In einem freiwilligen sozialen Jahr (FSJ) geht man nicht zur Schule, arbeitet jedoch auch nicht wie im Rahmen einer Ausbildung. Ein FSJ dauert mindestens 6 und höchstens 18 Monate. Viele junge Menschen nutzen diese Möglichkeit, um Wartezeiten auf den Ausbildungsbeginn sinnvoll zu nutzen und um Erfahrungen in bestimmten Berufen bzw. Bereichen zu sammeln. In diesem Jahr arbeitet man in einer sozialen Einrichtung wie zum Beispiel in einem Altenheim, Kindergarten, Krankenhaus oder in einer Drogenberatungsstelle. Man kann aber auch den Bereich Kultur wählen und in einem Museum arbeiten. Außerdem gibt es noch das FSJ Sport, in diesem Fall ist man in Jugendclubs oder Sportvereinen tätig.

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen?
Zensuren sind bei dem freiwilligen sozialen Jahr eher unwichtig. Wichtig ist dagegen, dass man Interesse am Umgang mit Menschen hat und sich gerne in einer sozialen Einrichtung engagieren möchte. Man muss mindestens 16 Jahre alt sein und höchstens 27 Jahre.

Taschengeld
Während des FSJ bekommt man auch eine Vergütung. Die Höhe des Taschengeldes ist unterschiedlich. Es variiert zwischen 170 und 230€. Außerdem wird in manchen Fällen Unterkunft und Verpflegung gestellt, oder es gibt Ermäßigungen für Fahrkarten.

Fazit
Das freiwillige soziale Jahr ist auf jeden Fall eine gute Möglichkeit für Jugendliche, etwas Sinnvolles mit ihrer Zeit zu machen und nebenbei auch noch ein wenig Geld zu verdienen. Außerdem kann man damit gut Wartezeiten überbrücken, bevor man einen Studienplatz oder eine Ausbildungsstelle antreten kann. Während solch eines Jahres lernen die Jugendlichen mit Sicherheit viel für ihr Leben und im Umgang mit Menschen.

Zwei meiner Freunde wollen auch ein FSJ absolvieren, weil solch ein Jahr sehr hilfreich für das Erlernen eines sozialen Berufs ist und weil es ihnen Spaß macht, Menschen zu helfen und diese zu unterstützen. Ich persönlich finde es gut, wenn Jugendliche sich für diesen Weg entscheiden. Dieses Jahr bringt viele Erfahrungen und ist bestimmt das Richtige, wenn man später einen sozialen Beruf erlernen möchte. Selber möchte ich jedoch nicht ein FSJ ausüben, da meine Interessen nicht in diese Richtung gehen.

Text: Carolin Krüger 10b, Schulj. 2010/11


© 2002-2011 Masch-News.de | WPK Deutsch Klasse 10