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Homosexualität
Klaus Wowereit, Bürgermeister von Berlin, ist nicht der einzige Politiker, der sich in
der Öffentlichkeit zu seiner Homosexualität bekennt.
Bild: www.spiegel.de
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Sicherlich haben noch viele die Worte des Berliner Bürgermeisters
Klaus Wowereit im Ohr: "Ich bin schwul, und das ist gut so."
Laut einer Statistik sind 3-10% der Bevölkerung homosexuell. Es gibt unterschiedliche
Studien mit unterschiedlichen Angaben. Viele Homosexuelle haben nach wie vor ein Problem
damit, sich zu "outen". Deshalb denke ich, dass diese Statistiken nicht die tatsächliche
Zahl der Homosexuellen nennen. Ich vermute, dass mehr als 10% der Bevölkerung homosexuell sind.
Schwierigkeiten der Homosexuellen
Homosexuell zu sein, ist manchmal gar nicht so einfach. Je nachdem, wie der Freundes-,
Familien- und Bekanntenkreis eingestellt ist, ist es mal leichter und mal schwerer, sich
zu outen. Gehört man einer religiösen Familie an, könnte man das
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Problem haben, von der Familie verstoßen zu werden. Andere Familie
kommen mit der Homosexualität ihres Kindes gut klar, wundern sich aber erst einmal und
müssen diese Mitteilung verdauen. Manche Eltern fragen sich, ob sie in der Erziehung
etwas falsch gemacht haben oder ob etwas Schreckliches passiert ist, dass ihr Kind nun
für das gleiche Geschlecht Sympathie hegt.
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Meist können sich die Betroffenen selbst nicht erklären, wieso sie - von einem
Moment zum anderen - diese Gefühle zum selben Geschlecht empfinden.
Viele Homosexuelle verhalten sich nicht so, wie sie es eigentlich gerne tun möchten. Z. B.
gehen sie nicht Händchen haltend auf der Straße, da es viele einfach nicht akzeptieren
oder verstehen wollen und eine homosexuelle Beziehung "annormal" finden.
Meine persönliche Meinung zur Homosexualität
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Früher konnte und wollte ich nicht verstehen, wie eine Frau mit einer Frau oder ein Mann
mit einem Mann zusammen sein kann und habe Witze und blöde Bemerkungen über Homosexuelle
gemacht. Heute ist meine Meinung ganz anders, ich bin selber bisexuell und hatte schon
eine Freundin. Deshalb kann ich es nicht mehr nachvollziehen, dass manche sich über
Homosexuelle lustig machen.
Ich wusste selber nicht, was plötzlich mit mir los war. Als ich meine Ex-Freundin
kennenlernte, merkte ich, dass ich für sie mehr als nur freundschaftliche Gefühle empfand.
Ich glaube, wenn ich nicht gewusst hätte, dass sie auch auf Frauen steht, hätte ich mir
selber meine Gefühle nie eingestanden. Dann hätte ich wahrscheinlich angenommen,
dass uns nur sehr, sehr starke freundschaftliche Gefühle verbinden. |
Dieses Bild stammt aus dem Film "Brokeback Mountain" - zwei schwule Cowboys
führen eine Beziehung, zu der sie sich nicht bekennen dürfen
Bild: www.spiegel.de
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Das Comingout
Mein Comingout war nicht so schlimm, wie ich erwartet hatte. Meine Familie hatte es von
selbst schon bemerkt und ich habe mich dann auch dazu bekannt. Dem Rest der Familie habe
ich es erzählt und alle meinten, es ist völlig okay, dass ich auch auf Frauen stehe.
Allerdings wunderten sie sich auch, weil ich kurz vorher noch einen Freund gehabt hatte. Sie
fragten mich, ob ich schlechte Erfahrungen gemacht hätte. Natürlich war das nicht so.
Auch mit meinen engsten Freunden habe ich gesprochen. Erst einmal fragte
ich sie, wie sie denn darauf reagieren würden, wenn ich eine feste Freundin haben würde.
Keiner meiner Freunde hatte ein Problem damit. Klar gab es in der Klasse dumme Bemerkungen,
aber meine Freunde standen ja alle hinter mir, daher war das für mich nicht tragisch.
Jedem, der mich fragt, gebe ich auch eine ehrliche Antwort. Ich habe kein Problem damit,
über meine Bisexualität zu sprechen und antworte auf alle Fragen, die mir gestellt werden.
Wer dann ein Problem mit mir hat, hat Pech gehabt. Denn ich bin, wie ich bin und lasse mir
nicht vorschreiben, wie ich zu leben habe.

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Ich möchte allen, die diesen Text lesen, ans Herz legen, nicht mehr so streng mit
Homosexuellen zu sein, damit auch mehr Homosexuelle den Mut haben, sich zu outen.
Die Flagge der Homosexuellen
Die sechs Farben des Regenbogens symbolisieren die Vielfalt homosexuellen
Lebens. Erfunden 1978 in San Francisco, ist die Homoflagge inzwischen weltweit zum Symbol
der Bewegung geworden.
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Text: Mandy Wache, 10a
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