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Ist die Einführung der neuen Oberschule sinnvoll?

In Niedersachsen ist im März 2011 vom Landtag ein Gesetz verabschiedet worden, das besagt, dass Haupt- und Realschulen zusammengeführt werden können. Wenn also eine Gemeinde den Antrag stellt, kann sie eine "Oberschule" gründen, in der diese beiden Schultypen vereint werden. Aber ist dieser Schritt wirklich sinnvoll und welche Nachteile wird diese Schulform mit sich bringen?

Warum die Schulreform?
Die neue Oberschule soll langfristig für die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems sorgen und auf die schrumpfenden Schülerzahlen an den Hauptschulen reagieren.

Dies soll unter anderem die Konflikte in der Bildungspolitik entschärfen und Eltern und Kindern so lange wie möglich die Chance auf das Abitur geben.
So soll in der neuen Oberschule erst am Ende der 8. Klasse entschieden werden, welchen schulischen Weg das Kind gehen soll. Dies soll ein großer Vorteil für Schüler und Eltern sein.
Schüler mit Gymnasialempfehlung, die eine neue Oberschule besuchen, müssten nach der 10. Klasse für den Erwerb des Abiturs auf eine neue Schule wechseln, da die Oberschule nicht über eine gymnasiale Oberstufe verfügen wird, wie ursprünglich geplant.

Besonderheiten?
Die neue Oberschule wird mehr Geld kosten, da sie im Ganztagsformat angeboten werden kann. Das steht in der Kritik, denn dadurch sieht man die Integrierten Gesamtschulen benachteiligt. Außerdem müssen Gesamtschulen derzeit fünfzügig geführt werden, dies soll sich aber ändern. Sie sollen nur noch vierzügig geführt werden. Die Oberschule kann einen gymnasialen Zweig bis zur 10. Klasse führen, wenn der Schulträger zustimmt.

Getrennter Unterricht bleibt erhalten
In der neuen Oberschule soll es zwei Möglichkeiten geben, die Schüler zu unterrichten. Zum einen werden Haupt- und Realschüler zwar in dem gleichen Gebäude unterrichtet, jedoch getrennt nach der jeweiligen Schulart. Lediglich der Name "Oberschule" verbindet sie.
Zum anderen können Haupt- und Realschüler bis zur 7. Klasse in allen Fächern zusammen unterrichtet werden. Von der 7. Klasse an soll differenziert und in Kursen unterrichtet werden. In der 9. Klasse muss eine Aufteilung stattfinden. In den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch muss es getrennten Unterricht geben. Fächer wie zum Beispiel Musik, Kunst, Sport und Naturwissenschaften werden jahrgangsweise unterrichtet. Somit bleibt das Niveau der einzelnen Schulformen in den Hauptfächern erhalten.

Fazit
Für viele wäre die neue Oberschule sicherlich eine gute Möglichkeit, da der Weg zum Abitur so lange wie möglich offen steht. Ich persönlich bin jedoch nicht für die Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen, da ich denke, dass der Unterschied zwischen den Schülern einfach zu groß ist und es vielleicht sein könnte, dass manche Realschüler in ihren Leistungen heruntergezogen werden. Wer gerne das Abitur machen möchte und nicht seit der 5. Klasse ein Gymnasium besucht, kann dies immer noch nach der 10. Klasse oder auf dem zweiten Bildungsweg tun. Ich denke, dass diese Schulform überflüssig ist, weil sie der Gesamtschule sehr ähnelt.

Text: Carolin Krüger, Kl. 10b, Schulj. 2010/11



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