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Theaterpädagogin

Die Theaterpädagogin Angelika kam am 13.01.2011 in den ersten beiden Stunden zu uns in den Unterricht, um mit uns über das Stück "Ein Volksfeind" zu sprechen. Angelika war sehr freundlich. Es hat Spaß gemacht, sich mit ihr auszutauschen und ihr zuzuhören, denn sie verhielt sich sehr locker.

Sie erklärte uns, warum die Darsteller am Ende des letzten Akts tanzen. Der Tanz soll zeigen, dass diese Menschen immer noch so tun, als wäre nichts geschehen, obwohl sie durch das bakteriell verseuchte Wasser erkranken. Dem Zuschauer wird ihre Erkrankung dadurch deutlich, dass sie rote Flecken am Hals haben.

Die lethargische Grundstimmung am Ende des Stücks und das fortwährende "Ja" von Stockmann weisen darauf hin, dass er aufgegeben hat. Der Chor macht das mit einem Lied deutlich, das davon handelt, dass der Mensch nur einmal lebt und für das einstehen muss, für das er ist, da er keine zweite Chance bekommt.

Ein weiteres Bild, das uns beschäftigte, war, warum so viele Zeitungen auf die Stockmanns herabfallen. Die Vielzahl an Zeitungen soll auf den Medieneinfluss hindeuten. Der "Volksbote" vertritt die Sichtweise des Bürgermeisters. Thomas Stockmann kann sich gegen diesen erdrückenden Einfluss nicht zur Wehr setzen.

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Nach dieser Gesprächsrunde folgte ein Workshop. Nach einer Aufwärmübung spielten wir "Reise nach Jerusalem". Jeder, der ausschied, musste sich auf den Lehrertisch stellen und ein persönliches politisches Statement abgeben. Alle mussten zum "Volk" bzw. "Publikum" sprechen. Dabei fielen Aussagen wie "Rettet die Wale", "Einsen für alle" oder "Gegen Zwangsehen".

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Zwei dieser Themen ("Todesstrafe" und "Alkoholkonsum ab 15") diskutierten wir. Die Vertreter der verschiedenen politischen Richtungen mussten versuchen, die "Masse" für ihre Meinung mit überzeugenden Argumenten zu gewinnen. Diese Aufgabe wurde durchgeführt, damit wir sehen, wie viele Ansichten es zu einem Thema geben kann. Man muss oft lange für seine Meinung eintreten, bis man letztendlich das erreicht, was man sich vorgenommen hat.

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"Ich fand sie Pädagogin sehr sympathisch und die beiden Stunden mit ihr sehr interessant." (Nora Kammer)

"Alles in allem war es ein interessanter Vormittag und ich würde auch anderen Klassen empfehlen, eine Theaterpädagogin einzuladen, wenn sie sich ein Stück im Staatstheater angesehen haben." (Carolin Krüger)

Text: Nora Kammer, Kim Schulz, Kl. 10b, Schulj. 2010/11



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